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Was ist Shopify Payments? Gebühren, Alternativen und deutsche Zahlungsarten

Gebührenvergleich zwischen Shopify Payments und externen Zahlungsanbietern nach Tarif

Stand: Oktober 2026

Shopify Payments ist die in Shopify integrierte Zahlungsabwicklung. Sie wird im Hintergrund von Stripe betrieben, ist direkt im Shop eingerichtet und kostet je nach Tarif 2,1 % bis 1,6 % plus 0,30 € pro Kartenzahlung. Wer stattdessen einen externen Anbieter nutzt, zahlt zusätzlich eine Shopify-Gebühr von 0,2 % bis 2,0 %.

Diese Zusatzgebühr ist der entscheidende Punkt. Sie kommt auf die Gebühren des externen Anbieters obendrauf — und ist im Basic-Tarif so hoch, dass sich die Zahlungskosten effektiv verdoppeln können.

Was Shopify Payments kostet

Tarif Kartengebühr Zusatzgebühr bei externem Anbieter
Basic 2,1 % + 0,30 € 2,0 %
Grow 1,8 % + 0,30 € 1,0 %
Advanced 1,6 % + 0,30 € 0,6 %
Plus individuell 0,2 %

Stand: Oktober 2026. Aktuelle Konditionen auf shopify.com/de/preise prüfen.

Was das konkret bedeutet

Eine Bestellung über 100 € im Basic-Tarif:

Shopify Payments Externer Anbieter
Shopify-Gebühr 2,10 € + 0,30 € 2,00 €
Gebühr des Anbieters entfällt ca. 1,90 € + 0,25 €
Gesamt 2,40 € 4,15 €
Gebührenvergleich einer 100-Euro-Bestellung mit Shopify Payments und externem Zahlungsanbieter

Bei 10.000 € Monatsumsatz sind das rund 175 € Unterschied im Monat, also über 2.000 € im Jahr — bei identischem Umsatz.

Welche Zahlungsarten deutsche Kunden erwarten

Hier unterscheidet sich der deutsche Markt deutlich vom amerikanischen, und internationale Shopify-Anleitungen gehen darauf nicht ein.

Zahlungsart Bedeutung in Deutschland
Rechnungskauf sehr hoch — erwartet, besonders bei Neukunden
PayPal sehr hoch
Lastschrift (SEPA) hoch
Klarna hoch, wachsend
Kreditkarte mittel
Sofortüberweisung mittel
Apple Pay / Google Pay wachsend, mobil
Vorkasse rückläufig, aber noch vorhanden
Vergleich der genutzten Zahlungsarten im deutschen und amerikanischen E-Commerce

Rechnungskauf ist der wichtigste Unterschied. In Deutschland erwarten viele Kunden, erst nach Erhalt der Ware zu zahlen. Shops ohne Rechnungskauf verlieren im Checkout messbar Kunden — unabhängig davon, wie gut alles andere funktioniert.

Shopify Payments allein deckt Rechnungskauf nicht ab. Dafür braucht es einen Anbieter wie Klarna, Billie oder Riverty, der zugleich das Ausfallrisiko übernimmt.

Was ist eine gute Conversion Rate im E-Commerce?

Die Kombination, die für die meisten deutschen Shops funktioniert

Es muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein. Die gängige Lösung:

Zahlungsart Über
Karte, Apple Pay, Google Pay Shopify Payments
PayPal PayPal (über Shopify eingebunden)
Rechnungskauf, Ratenkauf Klarna oder vergleichbarer Anbieter
SEPA-Lastschrift Shopify Payments oder separater Anbieter

Wichtig: Die Zusatzgebühr fällt nur auf Transaktionen an, die nicht über Shopify Payments laufen. Wer Karten über Shopify Payments abwickelt und zusätzlich PayPal und Klarna anbietet, zahlt die Zusatzgebühr nur auf die PayPal- und Klarna-Umsätze.

Das ist die praktisch beste Konstellation: niedrige Kartengebühren und trotzdem die vollständige deutsche Zahlungsartenauswahl.

Entscheidungsbaum für die Einrichtung von Zahlungsarten in einem deutschen Shopify-Shop

Voraussetzungen und Einschränkungen

Voraussetzungen: Geschäftssitz in einem unterstützten Land, Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag, Geschäftskonto, Identitätsprüfung der wirtschaftlich Berechtigten.

Auszahlungsrhythmus: standardmäßig alle paar Werktage, mit Verzögerung nach dem Kauf. Bei der Liquiditätsplanung einkalkulieren.

Reserven: Bei bestimmten Branchen oder hohem Rückbuchungsrisiko kann ein Teil der Umsätze zurückgehalten werden.

Ausgeschlossene Branchen: Shopify Payments ist für einige Produktkategorien nicht verfügbar — unter anderem bestimmte Finanzdienstleistungen, Waffen und regulierte Substanzen. Vor dem Aufbau prüfen, nicht danach.

Rückbuchungen: Werden über das Shopify-Dashboard bearbeitet. Shopify stellt dafür in der Regel keine zusätzliche Gebühr, der strittige Betrag wird aber einbehalten, bis der Fall geklärt ist.

Wann ein externer Anbieter trotzdem sinnvoll ist

Die Zusatzgebühr macht Shopify Payments in den meisten Fällen zur richtigen Wahl. Es gibt Ausnahmen:

  • Shopify Payments ist für Ihre Branche nicht verfügbar — dann gibt es keine Wahl
  • Bestehender Vertrag mit besseren Konditionen — bei hohem Volumen verhandelte Sätze können die Zusatzgebühr ausgleichen
  • Sie verkaufen über mehrere Kanäle und wollen eine einheitliche Abrechnung über alle Systeme
  • Besondere Anforderungen an Abrechnung, Buchhaltungsanbindung oder Auszahlungszyklen

Außerhalb dieser Fälle gilt: auf Basic kostet ein externer Anbieter fast immer mehr, als er einbringt.

Häufige Fragen

Was ist Shopify Payments?

Shopify Payments ist die in Shopify integrierte Zahlungsabwicklung, technisch von Stripe betrieben. Sie wird direkt im Shop eingerichtet, ohne separaten Vertrag mit einem Zahlungsdienstleister, und wickelt Kartenzahlungen, Apple Pay und Google Pay ab.

Was kostet Shopify Payments?

Je nach Tarif 2,1 % + 0,30 € (Basic), 1,8 % + 0,30 € (Grow) oder 1,6 % + 0,30 € (Advanced) pro Kartenzahlung. Bei Shopify Plus sind die Konditionen individuell und niedriger. Stand: Oktober 2026.

Warum berechnet Shopify eine Zusatzgebühr für externe Zahlungsanbieter?

Shopify erhebt eine Gebühr von 0,2 % bis 2,0 % je nach Tarif, wenn Zahlungen nicht über Shopify Payments laufen. Diese kommt zu den Gebühren des externen Anbieters hinzu. Im Basic-Tarif können sich die Zahlungskosten dadurch nahezu verdoppeln.

Bietet Shopify Payments Rechnungskauf an?

Nein. Rechnungskauf erfordert einen Anbieter, der das Ausfallrisiko übernimmt — etwa Klarna, Billie oder Riverty. Diese lassen sich zusätzlich zu Shopify Payments einbinden; die Zusatzgebühr fällt dann nur auf die darüber abgewickelten Umsätze an.

Welche Zahlungsarten brauche ich für den deutschen Markt?

Mindestens PayPal, Kartenzahlung und Rechnungskauf. SEPA-Lastschrift und Klarna erhöhen die Abschlussquote zusätzlich. Ein Shop, der nur Kreditkarte anbietet, verliert in Deutschland einen erheblichen Teil der Käufer im Checkout.

Kann ich Shopify Payments und PayPal gleichzeitig nutzen?

Ja, und das ist für deutsche Shops die übliche Konstellation. Karten laufen über Shopify Payments zum günstigen Satz, PayPal und Klarna kommen ergänzend dazu. Die Zusatzgebühr fällt nur auf die Umsätze außerhalb von Shopify Payments an.

Wann wird bei Shopify Payments ausgezahlt?

Standardmäßig in einem mehrtägigen Rhythmus mit Verzögerung nach dem Kauf. Der genaue Zyklus hängt von Land und Kontostatus ab und sollte in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden.

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Ritik Verma, Founder e Managing Director di 7SEA Marketing

Ritik Verma

Founder e Managing Director, 7SEA Marketing™

Ritik ha fondato 7SEA nel 2020 e rivede ancora ogni scope prima che venga inviato. Qui scrive delle parti della gestione di un'agenzia ecommerce che nessuno pubblica.