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Shopify Agentur: Kosten, Auswahl und Warnsignale 2026

Kostenübersicht für Shopify-Agenturleistungen nach Projektgröße im DACH-Raum

Stand: Oktober 2026

Eine Shopify-Agentur kostet im DACH-Raum zwischen 90 und 180 € pro Stunde. Ein Standard-Setup liegt bei 3.000 bis 6.000 €, ein individueller Shop bei 10.000 bis 30.000 €, eine Migration bei 5.000 bis 25.000 €. Laufende Betreuung kostet 500 bis 3.000 € im Monat.

Diese Zahlen stehen selten öffentlich, weil sie unbequem sind. Sie sind aber der nützlichste Ausgangspunkt für ein Gespräch — und die Grundlage dafür, ein Angebot einschätzen zu können, statt es nur zu vergleichen.

Was Agenturen berechnen

Leistung Übliche Spanne
Stundensatz Freelancer 60–120 €
Stundensatz kleine Agentur 90–140 €
Stundensatz mittlere/große Agentur 130–180 €
Shopify-Setup, Standard 3.000–6.000 €
Individuelles Theme 8.000–20.000 €
Migration von anderem System 5.000–25.000 €
ERP-/Warenwirtschaftsanbindung 5.000–20.000 €
Shopify-Plus-Umsetzung ab 25.000 €
Laufende Betreuung 500–3.000 €/Monat
CRO-Betreuung 1.500–5.000 €/Monat
Übliche Stundensätze von Freelancern und Shopify-Agenturen im DACH-Raum

Richtwerte DACH, Stand: Oktober 2026.

Ein Angebot deutlich unter diesen Spannen ist kein Schnäppchen. Es bedeutet in der Regel: Template-Arbeit ohne Konzept, Umsetzung im Ausland ohne deutschsprachige Projektleitung, oder eine Kalkulation, die beim ersten Änderungswunsch nicht mehr trägt.

Ein Angebot deutlich darüber muss begründet sein — durch Spezialisierung, belegbare Ergebnisse oder echten Mehrumfang.

Welche Art von Dienstleister passt

Freelancer Kleine Agentur Große Agentur
Projektgröße bis ~8.000 € 5.000–50.000 € ab 30.000 €
Ansprechpartner direkt direkt Projektleitung
Tempo hoch mittel langsamer
Ausfallrisiko hoch mittel niedrig
Strategische Beratung selten oft immer
Laufende Betreuung schwierig gut gut

Das Ausfallrisiko bei Freelancern ist der am meisten unterschätzte Punkt. Ein Einzelner wird krank, nimmt einen größeren Auftrag an oder ist nicht erreichbar — und das Projekt steht. Für ein kleines Erstprojekt ist das verkraftbar, für einen laufenden Shop nicht.

Was in einem guten Angebot steht

Ein belastbares Angebot enthält diese Punkte. Fehlen mehrere, ist es kein Angebot, sondern eine Preisschätzung.

  • Konkreter Leistungsumfang — welche Seiten, welche Funktionen, wie viele Vorlagen
  • Was ausdrücklich nicht enthalten ist — mindestens so wichtig wie der Umfang
  • Anzahl der Korrekturschleifen — der häufigste Streitpunkt überhaupt
  • Wer Inhalte liefert — Texte, Bilder, Produktdaten machen 20 % des Aufwands aus
  • Zeitplan mit Meilensteinen, nicht nur ein Enddatum
  • Stundensatz für Zusatzarbeit — es wird immer Zusatzarbeit geben
  • Was nach dem Launch passiert — Gewährleistung, Betreuung, Übergabe
  • Wem die Zugänge gehören — Shopify-Konto, Domain, Analytics, Werbekonten
Checkliste zur Prüfung eines Angebots einer Shopify-Agentur mit acht Kriterien

Der letzte Punkt ist der wichtigste und wird am häufigsten übersehen. Alle Konten müssen auf Ihren Namen laufen, die Agentur erhält Zugriff. Wer das umdreht, kann den Dienstleister später nicht wechseln, ohne den Shop zu verlieren.

Warnsignale

Festpreis ohne Anforderungsgespräch. Wer nach fünfzehn Minuten eine Zahl nennt, hat nicht verstanden, was gebaut werden soll.

Garantierte Rankings oder Umsätze. Niemand kann Platz 1 bei Google garantieren. Solche Zusagen sind entweder unwissend oder unehrlich.

Konten auf Agenturnamen. Wenn Shopify-Konto, Domain oder Werbekonten der Agentur gehören, sind Sie gebunden.

Keine Referenzen mit Zahlen. Schöne Shops zeigen kann jeder. Fragen Sie nach Ergebnissen — Umsatzentwicklung, Conversion Rate, Ladezeit vorher/nachher.

Antwort auf jede Frage ist „ja, kein Problem“. Eine gute Agentur widerspricht. Wer nie abrät, verkauft nur.

Unklar, wer tatsächlich arbeitet. Verkaufsgespräch mit dem Senior, Umsetzung durch ein unbekanntes Team ist ein verbreitetes Muster.

Betreuungsvertrag mit langer Mindestlaufzeit direkt beim Launch. Betreuung sollte man sich verdienen.

Sieben Warnsignale bei der Auswahl einer Shopify-Agentur

Wann sich eine Agentur lohnt

Die ehrliche Antwort hängt am Umsatz.

Jahresumsatz Empfehlung
unter 100.000 € Selbst aufbauen, ggf. punktuell Freelancer
100.000–250.000 € Freelancer oder kleine Agentur für Teilbereiche
250.000–1 Mio. € Agentur für Aufbau, dann laufende Betreuung
über 1 Mio. € Agentur plus internes Team

Unterhalb von etwa 250.000 € Jahresumsatz geht eine Investition von 20.000 € in den Shopaufbau selten auf. Das liegt nicht an der Qualität der Arbeit, sondern an der Rechnung: Der Shop muss die Investition erwirtschaften, und dafür braucht es ein gewisses Volumen.

Die bessere Frage als „was kostet es“

Agenturen werden fast immer nach dem Preis verglichen. Nützlicher sind diese drei Fragen:

„Was würden Sie an unserem Shop zuerst ändern?“ Eine gute Agentur hat sich vorbereitet und nennt etwas Konkretes. Eine schwache antwortet allgemein.

„Welche Projekte lehnen Sie ab?“ Wer nichts ablehnt, hat kein Profil.

„Zeigen Sie mir ein Projekt, das nicht gut lief.“ Die aufschlussreichste Frage überhaupt. Agenturen, die ehrlich antworten, sind die, mit denen die Zusammenarbeit funktioniert, wenn etwas schiefgeht — und es geht immer irgendwann etwas schief.

Häufige Fragen

Was kostet eine Shopify-Agentur?

Im DACH-Raum zwischen 90 und 180 € pro Stunde. Ein Standard-Setup kostet 3.000 bis 6.000 €, ein individueller Shop 10.000 bis 30.000 €. Laufende Betreuung liegt bei 500 bis 3.000 € monatlich, abhängig vom Umfang.

Ab wann lohnt sich eine Shopify-Agentur?

In der Regel ab etwa 250.000 € Jahresumsatz. Darunter geht eine Investition von 20.000 € in den Shopaufbau selten auf. Für kleinere Shops sind punktuelle Freelancer-Einsätze meist die bessere Lösung.

Woran erkenne ich eine gute Shopify-Agentur?

An Referenzen mit nachvollziehbaren Zahlen statt nur schönen Screenshots, an einem Angebot, das auch benennt, was nicht enthalten ist, und daran, dass sie widerspricht. Eine Agentur, die auf jede Frage „ja, kein Problem“ antwortet, verkauft, statt zu beraten.

Was sollte in einem Agenturangebot stehen?

Konkreter Leistungsumfang, ausdrückliche Ausschlüsse, Anzahl der Korrekturschleifen, wer Inhalte liefert, Zeitplan mit Meilensteinen, Stundensatz für Zusatzarbeit, Regelung nach dem Launch und die Klärung, wem alle Zugänge gehören.

Freelancer oder Agentur?

Freelancer sind günstiger und schneller, aber mit höherem Ausfallrisiko und selten für laufende Betreuung geeignet. Agenturen kosten mehr und bieten Ausfallsicherheit, strategische Beratung und Kontinuität. Bis etwa 8.000 € Projektvolumen ist ein Freelancer meist sinnvoll.

Wem müssen die Zugänge gehören?

Immer Ihnen. Shopify-Konto, Domain, Google Analytics, Google Ads und Meta Business Manager müssen auf Ihr Unternehmen laufen; die Agentur erhält Zugriff als Nutzer. Andernfalls ist ein Dienstleisterwechsel praktisch nicht möglich.

Wie lange dauert ein Shopify-Projekt mit Agentur?

Ein Standard-Setup vier bis sechs Wochen, ein individueller Shop acht bis sechzehn Wochen, eine Migration mit Datenübernahme zwölf bis zwanzig Wochen. Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Inhalte und Produktdaten auf Kundenseite.

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Ritik Verma, założyciel i Managing Director 7SEA Marketing

Ritik Verma

Założyciel i Managing Director, 7SEA Marketing™

Ritik założył 7SEA w 2020 roku i wciąż przegląda każdy zakres prac, zanim trafi do klienta. Pisze tu o tych częściach prowadzenia agencji e-commerce, o których nikt nie pisze.